Kredit aufnehmen

Bei einem Kredit handelt es sich um eine vorab vereinbarte Summe, die einem Verbraucher oder einem Unternehmen für einen vorher ausgehandelten Zeitraum – also die Laufzeit des Kredites zur Verfügung gestellt wird. Ein Darlehen gibt dem Kreditnehmer also die Möglichkeit, Anschaffungen zu tätigen, ohne dass er vorher Geld sparen muss. Ein Kredit für die Anschaffung eines Autos wird beispielsweise Autokredit genannt, während ein Darlehen für eine Urlaubsreise als Verbraucherkredit bezeichnet wird. Zu den Konditionen, die vor der Kreditvergabe vereinbart werden, gehören neben der Laufzeit und den Zinsen auch die Rückzahlungsmodalitäten. So ist es bei einem Ratenkredit üblich, dass das Darlehen in monatlichen Raten zurückgezahlt wird. Es ist aber auch möglich, den Kredit erst am Ende der Laufzeit komplett zurückzuzahlen.

Inhaltsangabe

Kredit aufnehmen – wofür? welche Ziele?

Wer in absehbarer Zeit eine größere Anschaffung plant, ohne gerade ausreichend Geld zur Verfügung haben, kann sein Vorhaben mit einem Kredit dennoch finanzieren. Wer beispielsweise eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, kann diese sogar komplett mit einem Kredit finanzieren, weil die Immobilie für die Bank einen adäquaten Gegenwert darstellt. Bevor das Geldinstitut diese Form der Finanzierung gewährt, überprüft sie jedoch die Bonität des Kreditnehmers gründlich. Die wichtigsten Kriterien sind ein fixes monatliches Einkommen sowie eine positive Auskunft durch die Schufa. Da jedoch zahlreiche verschiedene Kreditmodelle auf dem Markt sind, lohnt es sich für den Kreditnehmer, zuvor einen Kreditvergleich zu machen. Das ist etwa mit einem Kreditrechner im Internet möglich, ganz gleich, ob es sich um einen Privatkredit, einen Autokredit oder einen Unternehmenskredit handelt.

Welche Kreditarten gibt es?

Banken haben völlig verschiedene Kredite in ihrem Angebot. Welche Art der Finanzierung sie zur Verfügung stellen, richtet sich danach, was der Kreditnehmer benötigt. Ein Rahmenkredit, besser bekannt als Dispokredit, eignet sich beispielsweise bestens für einen kurzfristigen finanziellen Engpass. Denn sobald durch die Bank ein Dispokredit eingerichtet wurde, steht der Finanzrahmen dem Kunden jederzeit zur Verfügung. Und auch die Rückzahlung kann äußerst flexibel erfolgen. Benötigt der Verbraucher hingegen einen größeren Betrag für eine Anschaffung, ist ein Ratenkredit die bessere Wahl. Ein Privatkredit, etwa für die Finanzierung eines Autos, einer neuen Einrichtung oder einer Urlaubsreise, wird üblicherweise bis zu einem Betrag von 50.000 Euro und einer Laufzeit von bis zu 120 Monaten angeboten. Zurückgezahlt wird dieses Darlehen samt Zinsen in festen Monatsraten.

Was bedeutet der Verfügungsrahmen?

Für Verbraucher, die ihre Finanzierung möglichst flexibel gestalten wollen, stellt ein Verfügungsrahmen die optimale Darlehensform dar. In diesem Fall wird ein Kreditrahmen auf dem Konto eingerichtet, den der Kontoinhaber jederzeit in Anspruch nehmen kann. Der Kreditnehmer hat also die Wahl, wann er das Darlehen in welcher Höhe in Anspruch nimmt. Die vorab vereinbarten Zinsen müssen erst gezahlt werden, sobald der Kredit in Anspruch genommen wird, ansonsten ist er kostenfrei. Der Dispokredit ist der klassische Verfügungsrahmen für private Girokonten. In welcher Höhe dieser eingeräumt wird, hängt vom monatlichen Nettoeinkommen ab. Die Obergrenze liegt üblicherweise bei drei Monatseinkommen. Der Verfügungsrahmen auf einem Kreditkartenkonto eignet sich bestens auf Reisen oder einen Einkauf in einem Online-Shop. In beiden Fällen ist der Verfügungsrahmen nicht auf einen bestimmten Zeitraum befristet.

Zweckgebundene Kredite

Wird ein Kredit für ein bestimmtes Vorhaben, etwa einen Autokauf, verwendet, wird dieser auch als zweckgebundenes Darlehen bezeichnet. Der Kreditnehmer muss hier bereits beim Abschluss des Vertrages angeben, wofür er das Geld verwenden will. Vielfach verlangen Kreditgeber, dass die Kreditnehmer Belege einreichen müssen, wofür sie das Geld verwendet haben. Wird der Kredit für den Bau einer Immobilie verwendet, können das beispielsweise Rechnungen von Architekt und Handwerkern sein. Wird das Darlehen für eine Umschuldung verwendet, überweist der neue Kreditgeber oft sogar direkt an die bisherigen Gläubiger und löst die alten Verpflichtungen direkt ab. Dieses strikte Handling dient zur Absicherung des Kredites. Bei einem Autokredit oder einem Immobilienkredit etwa müssen Immobilie oder Fahrzeug als Sicherheit gestellt werden. Der Grund: Sollten die monatlichen Raten nicht bezahlt werden, hat die Bank Zugriff darauf und kann beides verwerten. Bei einem Umschuldungskredit hingegen will die Bank die Gewähr haben, dass die alten Schulden tatsächlich abgelöst wurden – andernfalls droht dem Kreditnehmer nämlich im schlimmsten Fall die Überschuldung.

Einige Kredite mit Verwendungszweck:

  • Autokredit
  • Sanierungskredit
  • Modernisierungskredit
  • Hochzeitskredit
  • Immobilienkredit
  • Solarkredit

Kredit mit freier Verwendung

Als zweckungebundene Darlehen werden Kredite bezeichnet, die zu keinem bestimmten Zweck ausgegeben werden müssen. Dazu gehören neben dem Ratenkredit auch Onlinekredite, Schnellkredite sowie Kredite ohne Schufa. Das bedeutet: Der Kreditnehmer muss nicht angeben, wofür er das Geld verwenden möchte. Sicherheiten werden in den meisten Fällen ebenfalls nicht benötigt. Weil der Kreditnehmer den Darlehensbetrag ganz nach Belieben ausgeben kann, kann die Kreditvergabe in diesen Fällen nach standardisierten Verfahren erfolgen, sodass Kleinkredite auch bei Finanzdienstleistern im Internet aufgenommen werden können.

Einige Kredite ohne Verwendungszweck:

  • Ratenkredit
  • Konsumentenkredit
  • Kleinkredit
  • Minikredit
  • Kurzkredit
  • Schnellkredit
  • Eilkredit
  • Kredit ohne Schufa
  • Blitzkredit

Bis zur welcher höher ist ein Darlehen möglich?

Die Darlehenshöhe wird auch als Ausleihvolumen bezeichnet. Dieses ist von Kreditart zu Kreditart unterschiedlich. Bei Kleinkrediten etwa liegt das Ausleihvolumen bei einem Betrag zwischen 500 und 5.000 Euro. Deshalb bietet sich ein Kleinkredit beispielsweise an, um einen Dispositionskredit abzulösen oder eine Urlaubsreise zu finanzieren. Benötigt der Kreditnehmer einen größeren Betrag, empfiehlt sich ein Ratenkredit in Form eines Konsumentenkredites. Hier liegt das Ausleihvolumen – je nach Bank – bei Beträgen zwischen 1.500 und bis zu 75.000 Euro.

Kredit aufnehmen als Selbstständiger oder Student – welche Hürden kommen auf mich zu?

Bei Banken stehen für bestimmte Personengruppen oft besondere Kreditangebote bereit. Das betrifft etwa Studenten, die ihr Studium über einen Studentenkredit finanzieren können. Dieser wird statt in einem Betrag, sondern in Monatsraten ausbezahlt. Somit stellt der Studentenkredit eine Art „Ersatzeinkommen“ dar. Zurückgezahlt werden muss dieser Kredit erst, nachdem das Studium abgeschlossen ist. Besondere Angebote gibt es in Form des Beamtenkredits auch für Beamte. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders zinsgünstig sind und üblicherweise eine Kombination aus einem tilgungsfreien Darlehen und einer Lebensversicherung darstellen. Besonders günstig sind Beamtendarlehen, weil Beamte eben ein gesichertes Einkommen bis zur Pensionierung haben. Für Selbstständige und Freiberufler ist die Kreditaufnahme mangels kalkulierbarem Einkommen dagegen schwieriger. Will ein Selbstständiger oder Freiberufler ein Darlehen aufnehmen, muss er meist seine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen und seine Bilanzen sowie die betriebswirtschaftlichen Auswertungen einreichen – oft werden zusätzlich Sicherheiten verlangt.

Kredit aufnehmen mit Bürgschaft – die Bedeutung und Gefahren

Vor einem Zahlungsausfall schützen sich die Banken dadurch, dass sie Sicherheiten verlangen. Diese können sie verwerten, falls der Kreditnehmer die Raten nicht bezahlen oder gar in die Insolvenz gehen sollte. Zu den beliebtesten Sicherheiten gehört die sogenannte Grundschuld, welche in das Grundbuch der entsprechenden Immobilie eingetragen wird. Sofern der Kredit gekündigt werden muss, hat die Bank die Möglichkeit, eine Zwangsversteigerung zu veranlassen. Der dabei erzielte Erlös wird anschließend verwendet, um die offene Kreditsumme auszugleichen. Ein Kredit mit Bürgschaft ebenfalls eine Möglichkeit zur Absicherung. Grundsätzlich kommt als Bürge jede natürliche Person mit einwandfreier Bonität in Frage. Hier kann sich die Bank unmittelbar an den Bürgen wenden, sofern die Raten eines Tages nicht mehr bezahlt werden. Handelt es sich um eine selbstschuldnerische Bürgschaft, ist im Vorfeld nicht einmal eine Zwangsvollstreckung notwendig. Haben zwei Kreditnehmer das Darlehen aufgenommen, kann sich die Bank ebenfalls an beide wenden, weil jeder Kreditnehmer zu 100 Prozent für das Darlehen haftet.

Kredit – gibt es auch private Kreditgeber?

Obwohl zumeist Banken als Geldgeber für ein Darlehen fungieren, können auch Privatleute ein Darlehen vergeben. Das geschieht am häufigsten in Form eines Familiendarlehens, welches an einen Familienangehörigen vergeben wird. Auf diversen Plattformen im Netz werden mittlerweile aber auch Privatdarlehen an Fremde vergeben. Der Kreditvertrag kann also abgeschlossen werden, ohne dass eine Bank eingeschaltet wird. Arbeitgeber können mit einem Arbeitgeberdarlehen ebenfalls als Kreditgeber fungieren. Hier sind die Zinsen meist günstiger als bei einer Bank, zudem werden die Raten üblicherweise via Lohnabrechnung abgebucht. Sofern eine Renten- oder Lebensversicherung vorfinanziert werden soll, können auch Versicherungen Kredite vergeben. Nimmt der Kreditnehmer ein sogenanntes Policendarlehen in Anspruch, muss er die bestehende Versicherung nicht vorzeitig auslösen. Vollständig abgelöst wird das Policendarlehen schließlich, bei der Auszahlung der jeweiligen Versicherungssumme. Weil diese Darlehen komplett abgesichert sind, sind auch hier die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau.

Online Kredit aufnehmen – alle Schritte von der Beantragung bis zur Genehmigung

Wer ein Darlehen aufnehmen möchte, muss sich zunächst darüber klar sein, wie viel Geld er wirklich von der Bank benötigt. Dazu wird zunächst der komplette Geldbedarf ermittelt und anschließend das Eigenkapital abgezogen. Sobald diese Frage geklärt ist, sollte der Verbraucher einen Kreditvergleich machen. Dafür stehen im Internet diverse Kreditrechner bereit, welche die günstigsten Banken vorschlagen. Nun kann der Verbraucher seinen Darlehensantrag direkt online stellen. Er muss lediglich darauf achten, den Kreditantrag vollständig auszufüllen und alle notwendigen Unterlagen beizulegen. Auch die Kreditbedingungen sollte der Kreditnehmer zu diesem Zeitpunkt prüfen. Sofern der Kreditantrag bei einer Direktbank gestellt wird, ist eine Identitätsprüfung notwendig, die im Post-Ident-Verfahren bei einer Filiale per Post oder Online durchgeführt werden. Die Kreditentscheidung wird von den Mitarbeitern der Bank getroffen, sobald alle Unterlagen vorliegen. Die Bearbeitung ist meist innerhalb von drei Werktagen erledigt und genauso schnell wird das Geld bei einer positiven Entscheidung auf das Konto des Kreditnehmers überwiesen.

PostIdent-Verfahren oder doch Online-Identifizierung?

Bevor Banken einen Kredit vergeben, müssen sie sich über die Identität des Kreditnehmers vergewissern. Während bei der Vergabe in einer Bankfiliale der Ausweis ausreicht, nutzen Online-Banken häufig das PostIdent-Verfahren. Dabei überprüft ein Deutsche Post-Mitarbeiter die Ausweisdaten und bestätigt der Bank gegenüber deren Richtigkeit. Als Alternative Möglichkeit wird mittlerweile auch die Online-Identifizierung genutzt. Dafür nimmt der Kreditnehmer über eine Webcam Kontakt mit der Bank auf und muss gegenüber einem geschulten Mitarbeiter die Vorder- und Rückseite seines Ausweises vorzeigen. Wenn der Ausweis korrekt ist, erhält der Kreditnehmer eine ID, welche er im Chatfenster eingeben kann. Erst dann kann er seinen Antrag stellen. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass der Kreditnehmer nicht erst zur nächsten Postfiliale muss, allerdings braucht er eine Webcam mit guter Bildqualität.

Kredit aufnehmen – die wichtigsten Bedingungen

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, muss nicht nur kreditwürdig, sondern auch kreditfähig sein. Als kreditfähig gelten alle volljährigen Bürger. Kreditwürdig sind dagegen nur Verbraucher, die ein festes monatliches Einkommen haben, aus dem sie die Ratenzahlung bestreiten können. Dass sie über ein Einkommen verfügen, müssen die Kreditnehmer durch Renten- oder Gehaltsbescheide nachweisen. Zur Überprüfung ob die Finanzierung der Raten sichergestellt ist, muss eine Haushaltsrechnung aufgestellt werden, in welcher auch alle bisherigen und noch bestehenden Verpflichtungen berücksichtigt werden. Sofern der Kreditnehmer den Verpflichtungen nachkommen und auch die Kosten für seine Lebenshaltung finanzieren kann, steht einer weiteren Kreditvergabe nichts mehr im Weg. Zumindest, wenn in der Datenbank der Schufa keine Negativmerkmale vermerkt sind.

Kredit – wie finde ich die optimale Laufzeit bei der Aufnahme?

Bei einem Ratenkredit beträgt der Spielraum für die Laufzeit üblicherweise zwischen sechs und 120 Monaten. Der Kreditnehmer sollte sich die beste Lösung für seinen individuellen Fall gründlich überlegen. Denn eine längere Laufzeit bedeutet zwar niedrigere Ragten, jedoch auch höhere Kreditkosten. Bei einer kurzen Laufzeit hingegen sind die Raten höher, die Zinsen im Gegenzug insgesamt aber niedriger. In die Überlegung sollte auch das zu finanzierende Objekt mit einfließen. Hier gilt als Faustregel: Die Laufzeit sollte keinesfalls länger sein als die Lebensdauer des Objektes. So sollte die Finanzierung für einen Kühlschrank nicht länger als drei Jahre laufen, für ein Auto maximal fünf Jahre. Weil es sich bei Immobilien um wertstabile Objekte handelt, sind hier Laufzeiten von bis zu 40 Jahren problemlos möglich.

Schufa – was ist das und wie kommt der Score zustande?

Wer einen Kreditantrag stellt muss unter anderem auch eine Schufa-Klausel unterzeichnen. Damit erlaubt der Kreditnehmer der Bank, einen Einblick in seine persönlichen Schufa-Daten. Diese sind häufig ein wichtiger Faktor dafür, ob der Antrag positiv oder negativ beschieden wird. In der Schufa werden neben offenen Konten auch Kredite sowie Kreditkarten gespeichert. Dadurch können die Banken erkennen, inwieweit der jeweilige Schuldner inzwischen bereits verschuldet ist. Auch unbezahlte Rechnungen bei Unternehmen, welche an die Schufa angeschlossen sind, werden hier vermerkt. Dies wird ebenso als Negativmerkmal gewertet wie ein gekündigter Kredit. Die Folge: Der Kreditantrag wird abgelehnt.

Anhand der gesammelten Daten erstellt die Schufa das Schufa Scoring, durch das dem Verbraucher ein Punktewert im Zahlenraum von 0 bis 100 zugeordnet wird. Durch diesen Wert lässt sich aufgrund statitstischer Erfahrungswerte ermitteln, wie kreditwürdig ein Verbraucher ist. Allerdings gibt die Schufa nicht bekannt, durch welche Daten der Schufa-Score wie beeinflusst wird. Eine Rolle spielen jedenfalls neben dem Wohnort auch die Zahl der eröffneten Konten, die genutzten Kreditkarten und die Zahl sowie Höhe vergebener Kredite. Eine weitere Grundlage stellt das Alter des Kreditnehmers dar. Grundsätzlich wird der Schufa-Score bei einer Kreditanfrage samt Schufa-Abfrage stets gemeldet. Die Banken nutzen ihn dann ohne weitere Prüfung. Wer wissen möchte, wie es um seinen Schufa-Score bestellt ist, kann dies bei der Auskunftei erfragen. Privatpersonen können einmal jährlich eine kostenlose Anfrage machen.

Schweizer Kredit – Online Kredit ohne Schufa mit Maxda & Co. möglich!

Wer seinen Schufa-Score nicht unnötig belasten möchte oder aufgrund negativer Einträge kein Darlehen mehr erhält, kann als Alternative einen Kredit ohne Schufa wählen. Diese werden von ausländischen Geldinstituten vergeben und über Online-Plattformen vermittelt. Denn die meisten ausländischen Finanzdienstleister sind nicht an die Auskunftei angeschlossen, weshalb sie auch keine Abfragen machen können. Für diese Geldgeber bildet lediglich die persönliche Kreditwürdigkeit die Entscheidungsgrundlage. Kann der Kreditnehmer eine feste Beschäftigung und ein ebensolches Einkommen nachweisen, kann er sogar bei einem negativen Schufa-Eintrag ein Darlehen bekommen.

Kreditvermittler – wie finde ich seriöse Vermittler für eine Kreditaufnahme?

Darlehen können mittlerweile auch über Kreditvermittler abgeschlossen werden. Allerdings gibt es in diesem Bereich auch viele unseriöse Anbieter. Diese lassen sich beispielsweise daran erkennen, dass sie bereits für den Kreditvergleich Gebühren verlangen oder vorab eine Gebühr verlangen, sobald der Kreditantrag eingereicht wird. Oftmals sind die Vermittler dann nicht mehr für den Kunden zu erreichen, sobald die Gebühr bezahlt ist. Misstrauisch sollten die Verbraucher auch werden, wenn Auszeichnungen oder Prüfsiegel fehlen, beziehungsweise die Darlehen ungewöhnlich günstig angeboten werden. Sofern der Vermittler zeitlichen Druck aufbaut oder zusätzliche Finanzprodukte wie Versicherungen oder Bausparverträge verkaufen möchte, spricht das ebenfalls nicht für seine Seriosität. Ob es sich um einen seriösen Vermittler handelt, lässt sich allerdings unter Umständen durch Bewertungen im Internet herausfinden.

Kredit aufnehmen – welche Unterlagen benötige ich für einen Kreditabschluss?

Damit die Bank eine Bonitätsprüfung durchführen kann, muss der Kunde verschiedene Unterlagen beibringen. Dazu gehören Informationen zu Name, Geburtsdatum, Anschrift und der gewünschte Darlehensbetrag. Darüber hinaus muss der Kunde angeben, wie hoch sein Einkommen ist und ob bereits Kredite vorhanden sind. Diese Informationen muss der Kunde natürlich auch nachweisen können. Während für Arbeitnehmer ein Gehaltsbescheid ausreicht, müssen Selbstständige neben ihren Bilanzen auch betriebswirtschaftliche Auswertungen einreichen. Oft fordern die Banken außerdem Kontoauszüge, um zu erfahren, wie es um die Zahlungsmoral des Kunden bestellt ist. Werden Sicherheiten gefordert, müssen diese natürlich auch belegt werden. Bei einer Grundschuld beispielsweise sind neben dem Grundbuchauszug auch eine Flurkarte sowie Bilder des Objekts notwendig.

Online Kredit umschulden – lohnt sich ein Umschuldungskredit?

In vielen Fällen lohnt sich eine Umschuldung durch ein neues Darlehen, wenn die Zinsen erheblich gesunken sind, seitdem der erste Vertrag abgeschlossen wurde. Wird der alte Kredit durch einen neuen abgelöst, lassen sich nämlich erhebliche Kosten für die Zinsen einsparen. Das gilt allerdings nur, wenn sich die Bonität des Kreditnehmers zwischenzeitlich nicht verschlechtert hat. Sinnvoll kann die Umschuldung auch dann sein, wenn mehrere kleine Kredite in einem einzigen zusammengefasst werden.

Kredit absichern – Versicherung sinnvoll?

Gerne bieten Banken Kreditnehmern beim Abschluss eines Ratenkredites zusätzlich auch eine Restschuldversicherung an. Diese soll den Kreditnehmer bei Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder im Todesfall Schutz bieten. Diese Versicherungen sind allerdings meist relativ teuer, zudem sind die Bedingungen, wann die Versicherung tatsächlich Leistungen erbringen soll, äußerst untransparent. Weil diese Versicherungsprämie außerdem zum Kredit addiert und über die Monatsraten bezahlt wird, verteuert sich der Kredit für den Kreditnehmer insgesamt. Bessere Alternativen zur Absicherung sind Risikolebensversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Schufafreier Kredit – auf was achten beim Abschloss?

Zahlreiche Vermittler bieten einen Kredit ohne Schufa an. Interessenten sollten die jeweiligen Angebote allerdings sehr genau überprüfen. Der Grund: Gerade in diesem Segment tummeln sich äußerst viele schwarze Schafe. Für eine zweifelhafte Seriosität spricht etwa, wenn Vorkosten berechnet werden, damit ein Kreditangebot erstellt wird oder der Antrag eingereicht wird. Ein seriöser Anbieter hingegen erstellt das Angebot kostenfrei und unverbindlich und verlangt auch keine Gebühr für den Antrag. Wird der Abschluss von zusätzlichen Verträgen verlangt, drängt der Vermittler auf den Abschluss oder ist er nur über eine teure Servicenummer erreichbar, spricht dies ebenfalls gegen den Vermittler.

Kredit FAQ – wichtige Fragen und Antworten rund um den Kredit!

Kreditzins – wovon hängt der Zins ab?

Mehrere Faktoren spielen für die Berechnung des Zinssatzes eine Rolle. Dazu gehört vor allem der Leitzinssatz, den die Europäische Zentralbank ausgibt. Dieser gibt an, zu welchen Bedingungen eine Bank Geld leihen kann. Die Kreditzinsen sind also umso günstiger je niedriger der Leitzinssatz ist. Ein wichtiger Faktor ist außerdem die Bonität des Kunden. Der Grund: Je größer das Risiko eines Kreditausfalls ist, umso mehr Rücklagen muss eine Bank bilden. Kunden mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit müssen also als Ausgleich für die Kosten, die der Bank durch die Rücklagenbildung entstehen, mehr Zinsen bezahlen. Um das Ausfallrisiko zu bewerten, gibt es ein individuelles Scoring. Hier fließen Faktoren wie Familienstand, Wohnort, Alter, die Einkommenshöhe, der Grad der Verschuldung und der allmonatliche Haushaltsüberschuss hinein. Wer nur ein geringes Einkommen hat, muss demzufolge auch höhere Zinsen bezahlen. In diesem Fall kann es ratsam sein, die Anfrage zusammen mit einem zweiten Kreditnehmer zu stellen, weil ein zweites Einkommen eine entsprechend bessere Sicherheit für die Bank darstellt.

Online Kredit Vergleich – auf welche Punkte kommt es an?

Verbraucher, die einen Kreditvergleich machen, sollten nicht nur auf die Kreditzinsen achten, auch wenn diese eine wichtige Rolle spielen. Denn im Einzelfall kann es durchaus sinnvoll sein, für ein Mehr an Flexibilität höhere Zinsen in Kauf zu nehmen. Eine Sondertilgungsoption ist beispielsweise bei einer Baufinanzierung äußerst wichtig, weil der Kredit dadurch schneller getilgt werden kann. Auch eine Tilgungsänderungsoption macht Sinn. Hier können die Kreditnehmer ein- bis zweimal pro Jahr die Höhe der Raten ändern und somit flexibel auf ihre aktuelle finanzielle Situation reagieren. Auch eine Option zur Ratenpause kann sich für den Kreditnehmer lohnen, weil er damit in besonderen Situationen wie einem Arbeitsplatzwechsel mit einigen Raten aussetzen kann.

Gibt es die Möglichkeit den Kredit vorzeitig zurückzuzahlen oder gar zu kündigen?

Ob sich ein Kredit vorzeitig auflösen oder kündigen lässt, hängt wesentlich von der Kreditart ab. So gibt es bei Rahmen- und Dispositionskrediten keine fixe Laufzeit, die komplette Rückzahlung ist also jederzeit möglich. Bei einem Ratenkredit wird dagegen oft eine dreimonatige Kündigungsfrist vereinbart. Weil es sich bei einem Immobiliendarlehen um einen langfristigen Kredit handelt, können diese frühestens nach einer Laufzeit von zehn Jahren oder nachdem die Zinsbindung abgelaufen ist gekündigt werden. Bei einer vorzeitigen Kündigung von Immobilien- und Ratenkrediten berechnet die Bank häufig Vorfälligkeitskosten. Dadurch soll der Verlust durch die entgangenen Zinseinnahmen ausgeglichen werden.

Sind Vorkosten für einen Kredit erlaubt und rechtens?

In der Vergangenheit haben die Banken ihren Kunden für die Bearbeitung eines Antrags sogenannte Kreditbearbeitungsgebühren berechnet – diese lagen bei Ratenkrediten bei bis zu drei Prozent, bei Immobilienkrediten zwischen 0,5 und 1,0 Prozent der Kreditsumme. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes im Mai 2014 dürfen diese mittlerweile nicht mehr erhoben werden, weil die Banken ja im eigenen Interesse arbeiten. Seit dem Bundesgerichtshof-Urteil haben Bankkunden drei Jahre Zeit, um eventuelle Kreditbearbeitungsgebühren zurückzufordern. Erst dann sind die Ansprüche der Bankkunden verjährt. Entsprechende Musterschreiben für die Rückforderungen lassen sich im Internet finden.

Darf ich den Kredit steuerlich geltend machen lassen?

Möglicherweise lassen sich bei der Aufnahme eines Darlehens die Kosten teilweise steuerlich geltend machen. Beispielsweise kann ein Investor, der eine Wohnimmobilie erwirbt, um diese zu vermieten, die Zinsen den Mieteinnahmen als Werbungskosten gegenrechnen, wodurch die Steuerlast insgesamt gesenkt wird. Freiberufler und Selbstständige haben ebenfalls Möglichkeiten: Sie können die Zinsen für einen Autokauf auf Finanzierung gegenrechnen.